ADAC GT4 Germany sucht in Zandvoort den Halbzeitmeister

Juli 8th, 2021

Wer schlägt die Seriensieger Schrey/Piana? Gasteinsatz für niederländisches McLaren-Team Equipe Verschuur. 
Heimspiel für Team Driverse-Fahrerin Sandra van der Sloot. Action in den Dünen heißt es beim dritten Rennwochenende der ADAC GT4 Germany 2021. Schauplatz zum Ende der ersten Saisonhälfte ist vom 9. bis 11. Juli der CM.com Circuit Zandvoort an der niederländischen Nordseeküste. Der Kurs wurde 2020 umfangreich renoviert und verfügt nun über zwei spektakuläre Steilkurven, die für zusätzliche Überholmöglichkeiten und noch mehr Rennaction sorgen. Bis zu 3.000 Fans am Tag können die Rennen in Zandvoort live verfolgen, Tickets gibt es ausschließlich online unter adac.de/motorsport. Die Läufe der ADAC GT4 Germany werden live und kostenlos bei TVNOW.de sowie auf adac.de/motorsport übertragen, der TV-Sender NITRO zeigt am Sonntagabend ab 17.55 Uhr Highlights.

In Zandvoort ermittelt die ADAC GT4 Germany den Halbzeitmeister der Saison 2021. Beste Chancen auf diesen inoffiziellen Titel haben Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport). Das BMW-Duo hat alle vier bislang ausgetragenen Saisonläufe gewonnen und führt die Tabelle mit 100 Punkten unangefochten an. Platz zwei belegen mit 56 Zählern Marc de Fulgencio (21/ESP) und Robin Falkenbach (19/Niederkassel, beide Leipert Motorsport) im Mercedes-AMG GT4.

„Wir hatten bislang in allen Rennen eine gute Pace. Somit gehe ich davon aus, dass wir auch in Zandvoort stark sein werden. Unser Ziel ist es, so viele Meisterschaftspunkte wie möglich mitzunehmen und auch wieder auf das Podium zu fahren“, erklärt de Fulgencio. „Ich kenne die Strecke bereits von einem Test. Zandvoort ist vom alten Schlag und macht richtig Spaß. Das neue Layout mit den Steilkurven ist großartig. In Europa sind wir so etwas gar nicht gewohnt. Ich kann das Wochenende kaum noch abwarten.“

Als Tabellendritte reisen Nicolaj Møller Madsen (28/DNK) und Dennis Fetzer (20/Buseck, beide Team Allied-Racing) mit 55 Punkten nach Zandvoort. Das Porsche 718 Cayman GT4-Duo hatte zuletzt auf dem Red Bull Ring zwei Top-Drei-Platzierungen erzielt. „Das Podium ist auf jeden Fall auch für Zandvoort das Ziel. Aber es wird auch Zeit für unseren ersten Saisonsieg“, ist Fetzer hochmotiviert. Der Hesse hat vor gut zwei Wochen bei der GT4 European Series bereits erste Rennerfahrung in Zandvoort gesammelt. „Das veränderte Layout ist einfach nur mega. Es ist wichtig, immer genug Speed auf die Geraden mitzunehmen. Das erfordert in einigen Ecken richtig Mut. Die letzte Kurve ist durch das neue Banking nun einfacher zu fahren und geht auch Vollgas. Das Lenkrad steht dort fast gerade. Das ist schon etwas Besonderes.“

Das Heimspiel gibt in Zandvoort BMW-Pilotin Sandra van der Sloot (46/NLD, Driverse). „Ich freue mich unheimlich auf das Rennwochenende und möchte den Zuschauern eine tolle Show bieten. Unser Ziel ist die Fahrt in die Top Ten“, so van der Sloot, die wieder mit Charlie Martin (39/GBR) unterwegs sein wird. „Zandvoort ist immer ein Abenteuer. Die überarbeitete Strecke gefällt mir richtig gut. Die Schlüsselstelle ist meiner Meinung nach die Hugenholtzbocht. Durch das Banking gibt es dort nun verschiedene Linien. Ich habe bereits viele Tipps und Tricks von anderen Piloten gehört und bin mir sicher, dass es in dieser Kurve spektakulär zugehen wird. Auch die wenig später folgende Scheivlakbocht wird nun mit mehr Geschwindigkeit befahren und macht ordentlich Spaß. Unserem BMW sollte Zandvoort richtig gut liegen.“

Einen Gastauftritt absolviert der bekannte niederländische Rennstall Equipe Verschuur. Hier teilen sich die beiden Lokalmatadorinnen Liesette Braams und Gaby Uljee das Cockpit eines McLaren 570S GT4. Auch ADAC GT Masters-Laufsieger Marvin Dienst (24/Lampertheim) tritt wieder in der ADAC GT4 Germany an. Nach einem Gaststart auf dem Red Bull Ring wechselt er für Zandvoort ins Porsche-Cockpit von Overdrive Racing und fährt gemeinsam mit Youngster Stefan Bostandjiev (17/BUL).

`Text: ADAC GT4 Germany, Fotos: ADAC GT4 1, Muhr 1
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