November 4th, 2013

Alte Rennstrecken: Ruhmreich, aber vergessen

Circuit Spa Francorchamps 1921-1978

Die alte Ardennen-Rennstrecke von Spa-Francorchamps, die 1921 mit einem Motorradrennen eröffnet wurde, war eine Strecke die aus sonst öffentlichen Landstraßen bestand, IMG_9753einem Dreieckkurs zwischen den Ortschaften Malmedy, Stavelot und Francorchamps. Sie war ultra schnell, aber Aufgrund der fehlenden Sicherheitszonen, man bedenke nur die Häuser, Lichtmasten und Kilometersteine, die hier direkt neben der Strecke zu finden waren, nicht unumstritten. Auch das launenhafte Wetter machte Spa oft zu einem lebensgefährlichen Schauplatz. Durch die Streckenlänge war es möglich, dass bei Start-und Ziel die Sonne schien, während es einige Kilometer weiter in Strömen regnete. Das konnte die Verzauberung der herrlich gelegenen Rennstrecke in einen Alptraum umwandeln, einen Tatsache die viele Rennfahrer mit ihrem Leben bezahlt haben.Aber vielleicht gerade deshalb ist der Circuit Spa-Francorchapms bis heute ein Heiligtum des Motorsports und gehört zu den traditionsreichsten Rennstrecken in der Welt. 1969 wurde die Rennstrecke wegen gravierenden Sicherheitsmängeln nicht mehr in den Terminkalender der Formel1 aufgenommen.Umbauarbeiten an der Boxengasse und die Verbreiterung der abschüssigen Passage konnte die Formel1 auch 1970 nicht zu einer Rückkehr in die Ardennen bewegen. So entschloss man sich die alte Rennstrecke etwa um die Hälfte zu verkürzen. Und obwohl der komplette Hochgeschwindigkeits-Abschnitt durch Burneville, Malmedy, Masta und Stavelot dem Umbau zum Opfer fiel, hat man es geschafft den einmaligen Charakter der Rennstrecke nahezu zu erhalten. Nur mit den Wetterkapriolen in den Ardennen haben die Veranstalter auch heute noch ihre liebe Mühe.

Bilder von der alten Spa-Streckenführung finden Sie in der Galerie Diverse.

Text & Foto: Manfred Muhr

 

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